Wie Du Frieden in Deiner Kommunikation erschaffst

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Sind wir dann jetzt wieder lieb?

Das fragen wir als Kinder, PartnerInnen oder FreundInnen, wenn wir uns nach einem Streit vertragen möchten. Wenn Du wieder lieb miteinander bist, alles gut, wenn nicht- alles nicht so gut.

Wir haben jede Menge Gründe, uns zu streiten: Corona-Krise, Klimawandel, Aufgabenverteilung im Büro, und nicht zuletzt die ausgedrückte Zahnpasta Tube oder die Sortierung der Spülmaschine. Oft wollen wir lieber streiten um zu streiten, anstatt streiten, um uns zu vertragen.

Unseren Kindern bringen wir bei: „Wenn Du Mia im Sandkasten gehauen hast, sag Entschuldigung“. „Du hast bei der Oma eine Vase umgeschmissen? Sag schön, es tut mir leid.“ Dann ist alles wieder gut.

Aber was, wenn Entschuldigung nur ein Wort ist.

Dann kreierst Du Unfrieden, weil Du wie ein Eichhörnchen wieder Beweise sammelst, dass etwas nicht stimmt.

Womit ein Friedensprozess in der Kommunikation anfängt, ist Deine Empathie. Du sagst: „Es tut mir leid.“ Damit wirst Du fast immer eine Annäherung im Konflikt erreichen.

 

Kostenloser Blogger Tipp: Wenn Du Bewegung in eine Sache bekommen willst, die mit schlechten Gefühlen stockt, sag, dass es Dir leidtut. Du kannst IMMER etwas finden, was Dir leidtut. Und wenn es die doofe Stimmung ist. Die kann Dir auf jeden Fall leidtun. Sei da bloß nicht so knauserig mit dem Anerkennen, dass Dir etwas leidtut. Empathie ist ein hohes Gut. Leider sitzen viele Menschen auf ihrer Empathie und verschenken nix davon. Es kostet Dich so wenig, mitfühlend zu sein. Im Gegenteil: Wenn Du sagst, „es tut mir leid“, erzeugst Du eine Öffnung in einer Enge. Plötzlich gibt es wieder etwas Gemeinsames. Öffnung schaffen für Frieden, heißt der gemeinsame Strang, an dem Ihr zieht. Dann ist der andere am Zug.

 

Man kann dann sagen: „Nicht so schlimm. Ist okay. Danke, dass Du das sagst. Ich will zehn rote Rosen, dann ist wirklich wieder alles gut.

Ganz schön unverschämt, da sagt man schon, es tut mir leid, jetzt will sie auch noch Geschenke!

 

Zweiter kostenloser Blogger Tipp: Kauf die Rosen. Das ist deutlich günstiger als ein heimlicher Rachefeldzug, weil das „ist okay“ eben nur Worte waren und nicht die Realität.

 

Ich für meinen Teil möchte immer so mit Menschen kommunizieren, dass alles gesagt und getan ist, was gesagt und getan werden muss, um Frieden in der Sache zu haben. Das kann schon mal die ein oder andere Nacht dauern, lohnt sich aber sehr.

 

Woran ich merke, dass wirklich Frieden ist?

Wenn Du trotz der Entschuldigung immer noch ungute Gefühle und Gedanken produzierst, war noch nicht alles geklärt. Oder Deine innere Stimme Dir erzählt, was am anderen falsch ist. Dann hörst Du der Stimme zu und gehst innerlich einen Schritt zurück und sagst Dir: Das kann ja an sich gar nicht sein, dass der andere plötzlich so falsch ist. Wo war bei uns noch mal die Ausfahrt, die wir verpasst haben? Auf welcher Straße sind wir jetzt und wo führt die hin? Um diese Detektivarbeit kommst Du nicht drum herum. Weil es sein kann, dass Du mittlerweile schon vierzigmal falsch abgebogen bist und gar nicht mehr weißt, was das eigentliche Ziel mit dem anderen war.

In Deiner Kommunikation heißt es dann Ärmel hochkrempeln und das Gespräch wieder aufnehmen. Wach zu bleiben und die Gedanken und Gefühle nicht unter den Teppich zu kehren. Weil: Da drunter ist es dunkel und staubig und der Müll wird immer mehr statt weniger.

Wenn Du gesagt bekommst, „ist doch noch nicht gut“, liegt es in Deiner Verantwortung herauszufinden, was der andere noch von Dir braucht, damit es gut ist. Und Du kannst entscheiden, ob Du Deinem Gegenüber das geben möchtest. Denn Frieden ist keine Verpflichtung, sondern eine Wahl, die Du triffst.

Und ja, manchmal ist alles gesagt. Rosen wurden gekauft. Und trotzdem ist es, als hätte das Verhältnis einen Riss bekommen bis hin zu kleinen Rache-Spitzen, die der andere auf Dich abfeuert. Was dann?

Nix.

 

Schlechte Blogger Nachricht: Machste nix. Denn, dass der andere die Rosen annimmt und die Worte zur Klärung hört, Deine Wünsche fürs nächste Mal, liegt wiederum in seiner Verantwortung. Jemandem zu verzeihen oder einer Sache zuzustimmen, in der Du vielleicht keine Lösung gefunden hast, ist einfach eine innere Wahl, die Du triffst. Von daher brauchst Du an sich nie Rosen oder Worte, Du kreierst Vergebung immer selbst.

 

Frieden in der Kommunikation ist eine Entscheidung auf beiden Seiten. Und Du triffst nur die Wahl für Deine Seite.

Ich habe vor einigen Jahren eine langjährige Freundschaft beendet, was sehr schmerzhaft war. Sicher für beide Seiten. Wir hatten vorher lange aneinander rumgezerrt und wollten nicht glauben, dass die gemeinsame Zeit vorbei war.
Irgendwann mussten wir erkennen, dass es keine Worte mehr gibt, die die Tatsache an sich verändert und so trennten sich unsere Wege.

Ich habe mich da dem Frieden stückweise angenähert. Heute besteht er für mich darin, dem zuzustimmen, dass es so gekommen ist. Du kannst also sogar im Frieden sein, wenn Du Dich im Unfrieden von einem Menschen getrennt hast.

Sprich früh an, wenn doch noch nicht alles gut ist. Damit vermeidest Du einen lang andauernden Konflikt oder sogar eine Trennung. Das gilt übrigens sowohl im Privaten, wie auch im Beruflichen.

Du merkst schon, ich komme zu der Sache mit den Rosen zurück. Was brauchst Du oder was braucht Dein Gegenüber, damit es ausgeglichen ist? Was wurde noch nicht gefragt, gesagt oder getan? Möchtest Du tatsächlich einen Ausgleich, um die Schieflage wieder in die Waagerechte zu bringen?

Sprich solange mit Deinem Gegenüber bis alles gut ist. Wirklich gut. Werde nicht müde unter Deinem Teppich zu kehren und die richtige Ausfahrt für das gemeinsame Ziel zu finden. Ich weiß, es ist oft mühsam mit den FreundInnen, PartnerInnen, Chefs, KollegInnen und Nachbarn dieser Welt.

Aber wenn Frieden nicht nur ein Wort sein soll und Du Frieden mit Deiner Kommunikation erschaffen willst, kommst Du um Worte nicht herum.

Mit wem sprichst Du als Nächstes alles an, was vom letzten Konflikt noch übrig geblieben war?

 

Der Text stammt von Sonja Ziellenbach, Diplom-Sprecherin, Diplom-Sprechtrainerin und Redakteurin. Sonja ist zusammen mit ihrem Mann Michael Inhaber von  Ziellenbach Sprech- und Medientraining, Köln.

Vielen Dank für die freundliche Genehmigung, den Text zu veröffentlichen.

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